unbequeme Wahrheiten

Die Wahrheit ist: Aufschieben hat immer einen Nachteil

17. Juli 2017

Ich behaupte gerne, dass ich zwar eine schlimme Aufschieberin bin, aber davon am Ende wenigstens nie einen Nachteil habe. Das ist natürlich Quatsch. Ich habe vor bedeutenden Anlässen und Terminen meist wochenlang Stress, der Druck „die Sache“ zu erledigen wächst und wächst mit jedem verschobenen Tag. Positiv fühlt sich das nicht an.

Also vielleicht ein kleiner Nachteil? Mehr aber bestimmt nicht! Denn:

Das Ziel ist es, was zählt. Und das Ziel erreiche ich immer.

Jawoll. So ist das.

… dachte ich jedenfalls. Bis eben. Und dann schlich sie sich hinterrücks an, die unbequeme Wahrheit.

Das stimmt nicht.

Deadlines für den Beruf halte ich ein und auch alle anderen offiziellen Verpflichtungen. Da ist es ja auch wirklich wichtig! Aber im Privaten, ja… da hilft auch keine Schönfärberei, da verstreichen die selbst gesetzten Deadlines. Eine. nach. der. anderen. Jetzt könnte man sagen: Ist ja nicht so wichtig…

Das Problem ist: Es ist wichtig.

Denn die Möglichkeiten, die ich im Privaten verstreichen lasse, sollten doch eigentlich diejenigen sein, die das Leben schön machen. Ist es nicht schrecklich traurig immer nur die öden Verpflichtungen zu erfüllen und dafür den ganzen Spaß zu verpassen?

Für diese Erkenntnis musste ich gerade fast die gesamte Kirsch- und Johannisbeerernte verregnen lassen. Das Ernten habe ich natürlich ständig aufgeschoben. Ein klein wenig fühlt sich das jetzt doch als Nachteil an…

Also merken wir uns:
Auch im Privaten ist Aufschieben eine doofe Sache.
… bis zum nächsten Mal.

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