Hilft Würfeln bei zu vielen Möglichkeiten?
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Ich will alles und zwar sofort – Das Problem der vielen Möglichkeiten

5. September 2017

Kennt ihr das?

Ich sitze hier, mit einem Berg voller Kram, der erledigt werden muss und weiß einfach nicht: womit anfangen? Es sind einfach zu viele Möglichkeiten und irgendwie sind alle gleich wichtig. Oder unwichtig, je nachdem, wie man es betrachtet. Auf manche Dinge habe ich Lust, bei anderen meine ich, dass sie dringend erledigt werden müssen. Ich schreib das jetzt, wohl wissend, dass ich damit den Inbegriff der Prokrastination betreibe. Aber irrationaler Weise habe ich die Hoffnung, das sich so meine Blockade legt. Denn so fühle ich mich, blockiert.

Ich weiß einfach nicht, wie ich am besten Prioritäten setze

Wonach geht man in so einem Fall?

Ich habe schon den Tipp bekommen zu würfeln und einfach den Zufall entscheiden zu lassen. Eigentlich eine gute Idee, aber so richtig wohl fühle ich mich damit nur, wenn die Optionen gleichwertig sind. Also wenn ich mich z.B. entscheiden muss, ob ich Bad, Küche oder Schlafzimmer aufräumen will.

Nur sind die Aufgaben nie gleichwertig. Meist sieht es eher so aus: Die eine Sache ist sowieso schon ewig aufgeschoben, die andere hat dafür eine Deadline. Möglichkeit Nummer 3 funktioniert nur bei passendem Wetter. Und dann gibt es noch Nummer 4-10, schöne Dinge, ein Hobby, dringend notwendige Umräumarbeiten und Ausmistaktionen, die nur funktionieren, wenn ich grade kinderfrei habe und deshalb eigentlich immer zu kurz kommen. Nicht zu vergessen der alltägliche Kram: Haushalt, Wäsche, Essen kochen, Einkaufen und co. Da ist der Name Programm, muss halt irgendwie all täglich eingebaut werden.

Schlussendlich bringen also alle Möglichkeiten Einschränkungen mit, die ich sinnvoll gegeneinander abwägen muss. Und das kann ich einfach nicht.

Mein kleiner Sohn bekommt aus gutem Grund maximal drei Entscheidungsmöglichkeiten von mir. Sei es beim Brotbelag, Spielangeboten oder der Wahl des Spielplatzes. Zu viele Möglichkeiten sorgen schlussendlich immer nur für Frust.

Leider bin ich erwachsen und niemand fühlt sich mehr verantwortlich für mich eine Vorauswahl zu treffen. Gehört es einfach zum Erwachsensein dazu, eben diesen Frust der vielen Optionen zu ertragen? Dann stelle ich mich wohl nicht so gut an… beim Erwachsensein. Ich bin nämlich frustriert. Sehr.

Fange ich halt doch an zu würfeln…

 

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