Anfangen

Der lange Weg dazwischen

19. Oktober 2016

Ich sitze hier auf dem Sofa zwischen Umzugskartons. Mein kleiner Sohn schläft im Tragetuch an meinem Bauch und ich wippe im Takt zur Musik, damit das möglichst lange so bleibt. In etwa so sieht es gerade aus, während ich das hier tippe.

Warum ich das schreibe? Weil es bemerkenswert ist. Es heißt nämlich, dass ich einfach angefangen habe zu schreiben obwohl es tausend Dinge gibt, die ich vorschieben könnte.

Ich bin nämlich so eine, die das Aufschieben perfektioniert hat. Wichtige Dinge erledige ich erst kurz vor knapp, Dinge, die mir Spaß machen oft gar nicht. Es gibt immer etwas Wichtigeres, was zuerst erledigt werden will — eine Serie zu Ende zu schauen, etwas im Internet zu recherchieren, Schubladen zu sortieren oder Schnuller abzukochen…

Dazu das ständige Gefühl die Voraussetzung noch nicht zu erfüllen:

Ich will etwas schreiben? — Das perfekte Thema fehlt.
Ich würde gerne bloggen? — Dann muss erstmal ein Blog eingerichtet werden.

Das Ergebnis? Ich tue nichts und verschiebe alles auf später.

Und damit habt ihr auch das Thema dieses Blogs:
Es geht ums Beginnen, hoffentlich auch ums Beenden und um den langen, langen Weg dazwischen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*