History is all you left me von Adam Silvera ist bittersüß und herbewegend traurig.
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History is all you left me – Buchrezension

8. Januar 2018

Ja, ich bin ein Fan

Heute muss ich mich outen: Ich habe ein ausgeprägtes Fangirl-Gen.

Wenn ich gute Bücher lese oder Filme und Serien schaue, dann kann es passieren, dass ich danach wochenlang nicht davon loskomme. Ich beschäftige mich im Kopf immer wieder mit den Geschichten und Figuren und recherchiere alles zu dem Thema, was man so finden kann. Darüber vernachlässige ich dann auch schonmal andere Dinge.

Das einmal vorweg als Erklärung, warum ich hier plötzlich eine Buchrezension poste, und das auch noch zu einem Buch, dass es bisher nur in englischer Sprache gibt. Es ist ein kleiner Versuch. Ein Versuch einen produktiven Ausweg für die vielen Gedanken in meinem Kopf zu finden.

Eigentlich schreibe ich sonst keine Buchrezensionen. Ich habe meist nicht unbedingt das Bedürfnis, mich über gelesene Bücher auszutauschen. Aber History is all you left me von Adam Silvera lässt mich da eine Ausnahme machen. Ich wusste nämlich schon nach den ersten Zeilen, dass dieses Buch eins von diesen wird. Eins, das ich wochenlang nicht aus dem Kopf bekommen werde. Nach den ersten beiden (kurzen) Kapiteln habe ich ernsthaft überlegt, es zur Seite zu legen, weil ich wusste, dass ich emotional absolut keine Chance habe, mich von diesem Buch abzugrenzen. Und so ist es natürlich auch gekommen.

Eigentlich hätte das Cover schon Warnung genug sein müssen: „Will make you cry, think, and cry some more“ lässt uns Nicola Yoon da nämlich wissen. Und genau so war es. Und so ist es noch.

 

Worum geht es?

History is all you left me ist eine Geschichte über den Anfang und das entgültige Ende der ersten Liebe. Und das auf eine so bittersüße, herzbewegende Art und Weise, dass es phasenweise kaum zu ertragen ist.

Griffin Jennings ist 17 Jahre alt am 20. November 2016, dem Tag der Beerdigung seines besten Freundes und seiner ersten Liebe Theo. In immer wieder wechselnden kurzen Episoden zwischen Jetzt und Vergangenheit spricht er mit Theo über ihre Zeit seit ihrem gegenseitigen Outing bis in die Gegenwart. So entrollt sich nach und nach ihre bittersüße Liebesgeschichte, während man gleichzeitig die ersten Tage, Wochen und Monate nach Theos Tod mit all ihrer Verzweiflung und Trauer miterlebt.

Der erste Absatz:

Today

Monday, November 20th, 2016

You’re still alive in alternate universes, Theo, but I live in the real world where this morning you’re having an open casket funeral. I know you’re out there, listening. And you should know I’m really pissed because you swore you would never die and yet here we are. It hurts even more because this isn’t the first promise you’ve broken.

 

Lest das Buch, es ist toll!

Silvera schafft es auf eine einzigartige Weise Gefühle zum Leben zu erwecken. Als Leser schwimmt man in einem Meer aus tiefer Freundschaft, erfüllender Liebe, Schmerz, Verzweiflung und immer wieder Trauer. Und insbesondere die Trauer ist so eindringlich dargestellt, dass es einen regelmäßig zu erdrücken droht.

History is all you left me ist ein Buch, das ich am liebsten direkt noch einmal lesen möchte. Ich weiß aber, dass ich es gleichzeitig nicht ertragen könnte, weil es mich so tief bewegt.

Trotzdem kann ich wirklich nur eine absolute Lesempfehlung aussprechen. Es ist ein tolles Buch. Vergesst aber bloß nicht die Taschentücher!

Vermutlich werde ich mein Fangirl-Herz demnächst mit Adam Silveras anderen Werken zufrieden stellen. Auch diese handeln vom Tod und dem Umgang damit. Ich bin gespannt, ob sie mir ebenso unter die Haut gehen werden, wie History is all you left me.

 

Wenn ihr das Buch gelesen habt, schreibt mir doch eure Meinung. Seid ihr ebenso gefangen wie ich?

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